Nah ran | Annäherungen an Menschen

In der Augenheilkunde – sowohl bei den Ärzten wie bei der Industrie – waren und sind persönliche Portraits überaus selten. Dort kommuniziert man mit den Medien in seiner Rolle, nicht als private Person. Letzteres interessierte mich aber stets mehr. Natürlich: Bei Pharma-Unternehmen war das schlicht unmöglich. Da gibt es auch nichts Echtes herauszuholen. Egal, wie sehr ich mich bemühte, ich blieb erfolglos. Anders war es bei den technischen Anbietern, deren Geschichten mit Menschen mit Mut und Ideen starteten – und die selbst meist noch dabei waren (zum Beispiel Dr. Zinser / siehe unten).

Oder bei den Ärzten. Hier ist es mir des Öfteren gelungen, obwohl fast immer zunächst mit einem gewissen Räuspern meines Gegenübers (zum Beispiel Prof. Neuhann / siehe unten).

In der Augenoptik war das anders. Hier findet man andere Menschentypen. Anders als die Augenheilkunde ist die Augenoptik vom Handel geprägt – da macht das Herausstellen des persönlichen Momentums oft genau den Unterschied zwischen Erfolg und seinem Ausbleiben. Aber auch hier traf ich immer wieder ganz aussergewöhnliche Menschen (zum Beispiel Dominik Finkeldei / siehe unten). Oder den, der die Grenze des Möglichen beim Gleitsichtglases errechnete – in den 60ern, in der DDR, Günter Minkwitz.

Wichtig war nah ranzugehen. Etwas von den Anteilen der Persönlichkeiten zu schildern, auf denen der berufliche Erfolg dieser Menschen fußte.

Denn das war Ziel unseres Bemühens. Etwas zu zeigen, was man bei sich als Leser eventuell selbst auch finden kann – etwas, was häufig übersehen oder nicht wertgeschätzt wird.

Das war mir das Liebste. Menschen treffen. Ohne Leitfaden. Ohne Design. Das so Entstandene entwickelte sich aus einem Kennenlernen mit Sympathie und Neugierde.

Vier Beispiele.

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Dr. Gerhard Zinser

Wir trafen uns nur einmal; und zwar auf dem Kongress der Ophthalmologen in Berlin 2012. Das Gespräch mit diesem sympathischen und erfinderischen Unternehmensgründer bleibt immer als ein besonderes in meiner Erinnerung. Seine freundliche Art machte es einem so leicht.

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Professor Dr. med. Thomas Neuhann

Er ist gelebtes Selbstbewusstsein. Ein Macher mit wohl überragender Intelligenz. Durchaus streitbar und gradlinig. Am Simssee traf ich aber auf einen anderen, als ich erwartete.

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Dr. Günter Minkwitz

Er ist der Mann, der den „Satz von Minkwitz“ formulierte in den 60ern. Er steht in jedem Lehrbuch der Augenoptik, wenn es ums Brillenglas steht. Erstaunlich, dass er nie in der Branche auftauchte. Wir trafen ihn in Plön, als er bei der Fielmann-Akademie einen Vortrag hielt. Ein Vergessener, Versteckter (?), der für das Marketing des Gleitsichtglases zu unbequem war?

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Dominik Finkeldei

Mit Dominik Finkeldei verband mich eine Ideen-Denk-Verwandtschaft. Der Chef von Breitfeld+Schliekert war mein ständiger Gesprächspartner, wenn es darum ging, die klassische Sichtweise auf die Branche zu durchbrechen. Dies hier ist das letzte Gespräch. Wir wollten uns auf den Gipfeln treffen …

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